Presse

Auf ein Wort

Wir freuen uns, dass Sie mit stotternden Men­schen über Stottern berichten. Stottern wird oft herunter gespielt oder dramatisiert. Deshalb sind Medien­berichte wichtig, die weder pau­scha­li­sieren noch Vor­urteile oder Mythen wieder­holen. Mit Ihrer Dar­stellung in Schrift und Bild können Sie beein­flussen, wie stotternde Menschen in der Gesell­schaft wahr­genommen werden.

Pressekontakt

Wir vermitteln Gesprächs­kontakte aus der Selbst­hilfe stotternder Menschen. Ihre Ansprechpartnerin: Ulrike Genglawski, Telefon 0221 139 1106, genglawski@bvss.de

Die Texte unserer Homepage stehen zur Über­nahme mit Quellen­angabe bzw. Hinweis auf die BVSS frei, ebenso unsere Presse­mitteilungen. Darüber hinaus gibt Ihnen das News-Archiv weitere Einblicke in unsere Aktivitäten.

 

Stottern oder nicht?

Die sprachliche Ab­grenzung der Rede­fluss­störung Stottern zum ge­legent­lichen Stecken­bleiben beim Sprechen liegt uns am Herzen. Wer wirklich stottert weiß zum Beispiel genau, was er sagen möchte, denn Stottern liegt nicht daran, dass man un­kon­zen­triert wäre oder auf­geregt.

Wir fürchten, dass eine fehlende Un­ter­schei­dung dazu beiträgt, Fehl­ein­schät­zungen über stotternde Menschen zu be­stärken. Unsere Bitte: Helfen Sie uns dabei, alte (falsche) Sprach­bilder auf­zu­lösen. Holprig, stockend, taumelnd sind oft gute Alter­nativen, wenn etwas nicht rund läuft oder wenn Aussagen zwei­fel­haft er­scheinen.

Vielen Dank für Ihre Untersützung.

Stotternde starten Aktion #wortwechsel

Welttag des Stotterns am 22. Oktober

Okt. 2021. Stotternde wissen genau was sie sagen wollen, sie können es nur nicht fließend aussprechen. Zum Welttag des Stotterns am 22. Oktober suchen Betroffene der Redeflussstörung jedoch bewusst nach den richtigen Worten, denn die Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. (BVSS) startet die Aktion #wortwechsel. Gesucht werden alternative Formulierungen für den Alltag, da die Selbsthilfeorganisation beobachtet, dass „Stottern“ vermehrt mit negativer Konnotation verwendet wird. Mitmachen kann jede und jeder, entweder durch eine Mail an den Verein (info@bvss.de) oder durch eigene Postings mit dem Hashtag #wortwechsel auf Twitter und Facebook bis 31. Oktober 2021. Die BVSS veröffentlicht unter www.welttagdesstotterns.de zudem eine Auswahl der Ideen.

Ob Wirtschaftsmotor oder Impfkampagne, in Artikeln und Social Media-Beiträgen lassen es sowohl Journalisten als auch Privatmenschen regelmäßig stottern. Auch Aussagen von zum Beispiel Politikern werden vor allem dann als stotternd beschrieben, wenn man diese anzweifelt. „Immer, wenn das Wort Stottern als Sinnbild für ein Scheitern, für Inkompetenz, Lügen oder ähnliches verwendet wird, bleibt auch etwas Negatives über stotternde Menschen in den Köpfen zurück“, ist Anja Herde, Vorsitzende der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe, überzeugt. Begriffe wie stockend oder stolpernd seien oftmals ebenso passend, wenn nicht gar treffender, findet der Selbsthilfeverein. „Wir möchten nichts verbieten, sondern konstruktive Vorschläge für einen bewussten Wortwechsel machen und sind gespannt auf die Ideen“, betont Anja Herde, die selbst seit ihrer Kindheit stottert. Vielen Menschen sei gar nicht bewusst, dass Stottern als Behinderung anerkannt ist und sich von dem Steckenbleiben oder den Wortfindungsschwierigkeiten, die fast jeder gelegentlich erlebt, eklatant unterscheidet: „Wir wünschen uns, dass Stottern vor allem als wertfreier Begriff für unsere Sprechstörung verwendet wird“.

(Eine Übersicht der lokalen Aktionen rund um den Welttag finden Sie unter selbsthilfe/welttag).

Weitere Pressemitteilungen


Pressemitteilung / Paten-Aktion unterstützt junge Stotternden

Die Teilnahme am 47. Kongress Stottern & Selbsthilfe, der vom 1. bis 3. Oktober 2021 in Mannheim stattfindet, ist für viele stotternd sprechende Menschen eine große Bereicherung. Junge und jung-gebliebene Stotternde haben hier vielfältige Gelegenheiten zum Erfahrungsaustausch, können Neues und sich selbst ausprobieren und ihr Wissen über Stottern, Behandlungs- und Selbsthilfe-Möglichkeiten vertiefen.

Pressemitteilung / Ankündigung Kongress 2021

Der Landesverband Baden-Württemberg der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe lädt vom 1. bis 3. Oktober 2021 zum 47. Kongress Stottern & Selbsthilfe nach Mannheim ein. Nachdem das jährliche Highlight der Selbsthilfe stotternder Menschen im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, ist die Vorfreude auf den Kongress in 2021 besonders groß. Erwartet werden gut 250 Teilnehmende, sowohl stotternde Menschen jeglichen Alters und Angehörige als auch Fachleute der Stottertherapie.

Deutsche Selbsthilfe stotternder Menschen schließt sich weltweiter Gratulation an

oe Biden ist der erste Präsident der USA, der stottert. Ein Prozent aller Erwachsenen stottert, allein in Deutsch­land mehr als 830.000. Welt­weit haben sich jetzt Selbst­hilfe­orga­nisa­tionen stotternder Menschen zusammen geschlossen, um Joe Biden zu seiner Amts­ein­führung am 20. Januar 2021 zu gratu­lieren. Die 31 Orga­ni­sa­tionen unter­zeich­neten ein gemein­sames Glück­wunsch­schreiben mit den Worten: „Ihre Lei­stung ist ein Beweis dafür, dass Stottern nichts mit der Intelli­genz oder dem Talent eines Men­schen zu tun hat. Dies ist eine er­muti­gende Bot­schaft für alle stottern­den Men­schen, hier und auf allen Konti­nenten der Welt.“ Der Brief endet mit: „Sie stottern, wir stottern, so reden wir.“

Pressemitteilung zum Welttag 2020

Nahezu jeder Mensch meint, er wisse über Stottern Bescheid. Das tun wir doch alle mal, heißt es dann oder, man müsse nur ruhig atmen. Auch Singen wird wohlwollend als Lösung empfohlen und tatsächlich könnten die Mitglieder der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. ( BVSS) zum Welttag des Stotterns am 22. Oktober wohl ein Lied darüber singen, welche Mythen und Fehleinschätzungen über die Redeflussstörung existieren. Doch Stottern ist nicht gleich Stottern, deshalb klären die BVSS und ihre Selbsthilfegruppen zum Welttag darüber auf und präsentieren drei besonders überraschende Fakten.

Pressemitteilung zum Welttag 2019

Am 22. Oktober ist Welttag des Stotterns. Aus diesem Anlass werben stotternde Menschen mit der Botschaft „Ich sag’s auf meine Weise“ bundesweit in einem Spot für Verständnis und Akzeptanz. Der 10-sekündige Spot der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. (BVSS) wird am 20. Oktober 2019 zwischen 6 und 23 Uhr und am 21. Oktober 2019 zwischen 21 und 23 Uhr an allen deutschen Bahnhöfen mit so genannten „Station Video“-Monitoren zu sehen sein.