Presse

Wir freuen uns, dass Sie mit stotternden Men­schen über Stottern berichten. Medien­berichte, die weder pau­scha­li­sieren noch Vor­urteile oder Mythen wieder­holen sind wichtig. Mit Ihrer Dar­stellung in Schrift und Bild können Sie beein­flussen, wie stotternde Menschen in der Gesell­schaft wahr­genommen werden.

Die Texte unserer Homepage stehen zur Über­nahme mit Quellen­angabe bzw. Hinweis auf die BVSS frei, ebenso unsere Presse­mitteilungen. Darüber hinaus gibt Ihnen das News-Archiv weitere Einblicke in unsere Aktivitäten.

Pressekontakt: Gerne vermitteln wir Ihnen Gesprächs­kontakte aus der Selbst­hilfe stotternder Menschen. Ihre Ansprechpartnerin ist Ulrike Genglawski, Telefon 0221 139 1106, genglawski@bvss.de.

 

Pressemitteilungen (Auswahl)

Pressemitteilung zum Welttag des Stotterns 2024

Seit 1998 ist der 22. Oktober der Welttag des Stotterns. Auch in Deutschland wird der Tag genutzt, um über die Redeflussstörung aufzuklären und Vorurteile abzubauen. „Die Kraft des Zuhörens“ lautet in diesem Jahr das Motto des Tages. Die Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. (BVSS) veröffentlicht passend dazu ein Kurzvideo auf Instagram und YouTube. Mitglieder des ehrenamtlichen Vorstands greifen darin „Die Kraft des Zuhörens“ mit einem Augenzwinkern auf. Ergänzend gibt die Organisation Tipps für das Verhalten im Gespräch mit stotternden Menschen.

„Zuhören ist eine der wichtigsten Formen des Respekts,“ betont Norbert Bender, Vorsitzender der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe. Der geborene Ost-Berliner stottert seit seinem dritten Lebensjahr. Ihm ist bewusst, dass die Redeflussstörung nicht nur die Geduld der Sprechenden, sondern auch die der Zuhörenden fordert: „Jedes Wort zählt, auch wenn es mal länger dauert, bis es ausgesprochen ist.“

Mit einem selbstgedrehten Kurzvideo greift die BVSS, die als gemeinnütziger Verein die einzige bundesweit tätige Informations- und Beratungsstelle rund um Stottern betreibt, das Motto „Die Kraft des Zuhörens“ auf ...

Pressemitteilung zum Welttag 2023

Anlässlich des Welttags des Stotterns am 22. Oktober 2023 ruft die Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe (BVSS) dazu auf, Vorurteile und Mythen gegenüber stotternden Menschen zu überwinden. Dazu bietet die gemeinnützige Selbsthilfeorganisation frei zugängliche Informationsmaterialien an, darunter einen neuen Erklärfilm. „Es ist wichtig, vermeintliches Wissen über Stottern zu hinterfragen und sich von Trugschlüssen zu lösen, um eine inklusive Gesellschaft zu schaffen“, ist Norbert Bender, Vorsitzender der BVSS, überzeugt.

Ein weit verbreiteter Mythos ist beispielsweise die Annahme, dass meist ein emotionales Trauma Auslöser für Stottern sei. „Ein Ammenmärchen“, weiß Norbert Bender. Der heute 66-Jährige begann im Alter von drei Jahren zu stottern: „Die Forschung hat längst gezeigt, dass die häufigste Form der Redeflussstörung, die fast immer im Kindesalter entsteht, komplexe neurologische Ursachen hat.“ Ein psychogenes Stottern hingegen ist selten und kommt bei Kindern so gut wie gar nicht vor, das stellte bereits 2018 die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) in ihrer Leitlinie klar.  ...

Pressemitteilung zum Welttag 2022

Am 22. Oktober ist der Welttag des Stotterns. Aus diesem Anlass schließt sich die Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. (BVSS) als deutsche Interessenvertretung stotternder Menschen der „Erklärung auf das Recht zu stottern“ an, die von 70 weiteren internationalen Organisationen gemeinsam verfasst und unterzeichnet wurde ...

Pressemitteilung zum Welttag 2021

Ob Wirtschaftsmotor oder Impfkampagne, in Artikeln und Social Media-Beiträgen lassen es sowohl Journalisten als auch Privatmenschen regelmäßig stottern. Auch Aussagen von zum Beispiel Politikern werden vor allem dann als stotternd beschrieben, wenn man diese anzweifelt. „Immer, wenn das Wort Stottern als Sinnbild für ein Scheitern, für Inkompetenz, Lügen oder ähnliches verwendet wird, bleibt auch etwas Negatives über stotternde Menschen in den Köpfen zurück“, ist Anja Herde, Vorsitzende der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe, überzeugt. Begriffe wie stockend oder stolpernd seien oftmals ebenso passend, wenn nicht gar treffender, findet der Selbsthilfeverein. „Wir möchten nichts verbieten, sondern konstruktive Vorschläge für einen bewussten Wortwechsel machen und sind gespannt auf die Ideen“, betont Anja Herde, die selbst seit ihrer Kindheit stottert. Vielen Menschen sei gar nicht bewusst, dass Stottern als Behinderung anerkannt ist und sich von dem Steckenbleiben oder den Wortfindungsschwierigkeiten, die fast jeder gelegentlich erlebt, eklatant unterscheidet: „Wir wünschen uns, dass Stottern vor allem als wertfreier Begriff für unsere Sprechstörung verwendet wird“. ...

Deutsche Selbsthilfe stotternder Menschen schließt sich weltweiter Gratulation an

oe Biden ist der erste Präsident der USA, der stottert. Ein Prozent aller Erwachsenen stottert, allein in Deutsch­land mehr als 830.000. Welt­weit haben sich jetzt Selbst­hilfe­orga­nisa­tionen stotternder Menschen zusammen geschlossen, um Joe Biden zu seiner Amts­ein­führung am 20. Januar 2021 zu gratu­lieren. Die 31 Orga­ni­sa­tionen unter­zeich­neten ein gemein­sames Glück­wunsch­schreiben mit den Worten: „Ihre Lei­stung ist ein Beweis dafür, dass Stottern nichts mit der Intelli­genz oder dem Talent eines Men­schen zu tun hat. Dies ist eine er­muti­gende Bot­schaft für alle stottern­den Men­schen, hier und auf allen Konti­nenten der Welt.“ Der Brief endet mit: „Sie stottern, wir stottern, so reden wir.“ ...