Presse
Wir freuen uns, dass Sie mit stotternden Menschen über Stottern berichten. Medienberichte, die weder pauschalisieren noch Vorurteile oder Mythen wiederholen sind wichtig. Mit Ihrer Darstellung in Schrift und Bild können Sie beeinflussen, wie stotternde Menschen in der Gesellschaft wahrgenommen werden.
Die Texte unserer Homepage stehen zur Übernahme mit Quellenangabe bzw. Hinweis auf die BVSS frei, ebenso unsere Pressemitteilungen. Darüber hinaus gibt Ihnen das News-Archiv weitere Einblicke in unsere Aktivitäten.
Pressekontakt: Gerne vermitteln wir Ihnen Gesprächskontakte aus der Selbsthilfe stotternder Menschen. Ihre Ansprechpartnerin ist Ulrike Genglawski, Telefon 0221 139 1106, genglawski@bvss.de.
Botschafter der BVSS: Der Sänger und Songwriter MKSM (sprich: Maksim) ist seit 2025 unser erster prominenter Botschafter. Er engagiert sich mit uns für mehr Sichtbarkeit und Aufklärung rund um Stottern.
Pressemitteilungen (Auswahl)
Selbsthilfeverband rückt stotternde Jugendliche in den Mittelpunkt
Wer stottert, fühlt sich gerade in der Schulzeit oder im Freundeskreis manchmal allein mit seinen Erfahrungen. Zum Welttag des Stotterns am 22. Oktober stellt die Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e. V. (BVSS) deshalb stotternde Jugendliche in den Mittelpunkt. Mit einer Social-Media-Kampagne unter dem Motto „Du bist nicht allein!“ möchte die Selbsthilfeorganisation jungen Menschen zeigen, dass es andere gibt, die sie verstehen und mit denen sie sich austauschen können.
„Ich war in der Schule allein, im Freundeskreis allein – eigentlich überall habe ich mich ausgesondert gefühlt“, erzählt Eva Steißlinger, stellvertretende Vorsitzende der BVSS. Die 30-jährige Freiburgerin lernte erst vor sieben Jahren andere Menschen kennen, die ebenfalls stottern. Heute möchte sie mit ihrer Geschichte Jugendlichen Mut machen: „Keine Angst, du bist nicht allein mit dem Stottern. Es gibt viele Möglichkeiten, andere kennenzulernen, die wissen, wie es dir geht – und die sich auf dich freuen.“
Zum Welttag des Stotterns veröffentlicht die BVSS ein Reel auf ihrem Instagram-Kanal. Ergänzende Stories stellen Angebote vor, die stotternden Jugendlichen Begegnung und Austausch ermöglichen: darunter Workshops, ehrenamtliche Schulbesuche, Peerberatung und eine bundesweite Online-Selbsthilfegruppe für 10- bis 17-Jährige.
Auch vor Ort engagieren sich Mitglieder der BVSS für mehr Aufklärung und Begegnung – etwa mit Informationsveranstaltungen oder Kinderbüchern über Stottern, die sie an Grundschulen verteilen. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr jedoch die Botschaft: Jugendliche, die stottern, sind nicht allein damit.
Etwa ein Prozent der Bevölkerung stottert, allein in Deutschland mehr als 830.000 Menschen. Der Welttag des Stotterns findet jährlich am 22. Oktober statt. Er bietet Anlass, um über Stottern aufzuklären und zwischenmenschliche Berührungsängste zu lindern.
Gemeinschaft stärken: BVSS wird Teil der Allianz gegen Einsamkeit
Wo Menschen zusammenkommen, Erfahrungen teilen und sich gegenseitig verstehen, entsteht Gemeinschaft. Und manchmal entstehend dadurch sogar Freundschaften. Genau dafür schafft die Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e. V. (BVSS) seit vielen Jahren Räume: in rund 100 Selbsthilfegruppen, bei Seminaren und Workshops sowie durch ihre Aufklärungsarbeit. Jetzt hat sich der gemeinnützige Verein der Allianz gegen Einsamkeit angeschlossen.
Rund 830.000 Menschen in Deutschland stottern. Für viele ist Stottern im Alltag mehr als eine Unterbrechung des Redeflusses: Scham, negative Reaktionen oder die Sorge, beim Sprechen aufzufallen, können dazu führen, dass soziale Situationen gemieden werden. Selbsthilfe kann hier einen wichtigen Gegenpol schaffen. In den Selbsthilfegruppen unter dem Dach der BVSS treffen sich Menschen, die stottern, tauschen Erfahrungen aus und erleben, dass sie mit ihren Erlebnissen nicht allein sind. Für manche ist das der erste Schritt, wieder mehr Sicherheit für Begegnungen außerhalb der Gruppe zu gewinnen.
Pressemitteilung zum Kongress Stottern & Selbsthilfe 2026
Anmeldung startet am 15. Mai
Stralsund lädt zum 52. Kongress Stottern & Selbsthilfe
Vom 1. bis 4. Oktober 2026 findet in der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden Hansestadt Stralsund der 52. Kongress Stottern & Selbsthilfe statt. Die Veranstaltung gilt als jährliches Highlight der Selbsthilfebewegung stotternder Menschen jeden Alters. Zur Teilnahme in die Jugendherberge Stralsund auf der Halbinsel Devon eingeladen sind ebenso Fachleute aus Therapie und Wissenschaft sowie „Family and Friends". Am 15. Mai startet die Anmeldung, bis zum 30. Juni gilt ein Frühbucherangebot.
In insgesamt 14 Arbeitskreisen können sich Teilnehmende während des Kongresses intensiv mit der Redeflussstörung Stottern auseinandersetzen. Sei es durch kreative Ausdrucksformen wie der Pastellmalerei und dem Bernsteinschleifen, oder durch Alltagsübungen bei einer Fahrradtour durch Stralsund und an einem Stottern-Infostand auf dem Marktplatz.
Die räumliche Nähe zu Polen inspiriert die zentrale Podiumsdiskussion am Freitag, 2. Oktober um 15:30 Uhr. Mit dem Thema „Stottern ohne Grenzen – Stotterer-Selbsthilfe in Polen und in Deutschland" wird beleuchtet, ob und welche landestypischen Unterschiede in den beiden Selbsthilfebewegungen bestehen.
Der Kongress Stottern & Selbsthilfe wird jeweils durch Mitglieder und vollständig im Ehrenamt organisiert. Ausrichter ist in diesem Jahr der Landesverband Stottern & Selbsthilfe Nord e. V.
Alle Details zum Programm sowie die Anmeldung laufen über die Kongresswebsite www.stottern-der-kongress.de.
Die Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. (BVSS) ist die Interessenvertretung stotternder Menschen in Deutschland. Als Verein betreibt sie die einzige bundesweite, unabhängige Informations- und Beratungsstelle Stottern. Zur BVSS gehören sieben Landesverbände sowie rund 100 Selbsthilfegruppen.
- PM zum Download (PDF)
- Kongressmotiv zur rechtefreien Veröffentlichung (jpg)
Pressemitteilung zum Welttag des Stotterns 2025
Zum Welttag des Stotterns am 22. Oktober startet die Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e. V. (BVSS) den Videopodcast „Sprechpause – Der Talk mit Stottern“. Das deutschlandweit einzigartige Projekt bringt ausschließlich stotternde Menschen miteinander ins Gespräch. In der ersten Folge „Heilung gesucht – sich selbst gefunden“ mit dem Musiker MKSM geht es unter anderem um den langen Weg zur Selbstliebe.
Die erste Staffel der YouTube-Serie umfasst sechs Talks mit ganz unterschiedlichen Menschen und einer Gemeinsamkeit: Alle stottern seit der Kindheit. „In den Gesprächen geht es eigentlich um alles, was uns im Leben mit Stottern bewegt oder bewegt hat: um Kindheit, Schule oder Job, Therapien, Selbstzweifel – aber auch um Empowerment und die Stärke der Selbsthilfe“, erläutert Eva Steißlinger. Die 29-jährige Freiburgerin engagiert sich ehrenamtlich im Vorstand der BVSS und ist die Gastgeberin von „Sprechpause“.
- Zur 1. Folge von "Sprechpause – Der Talk mit Stottern" auf YouTube.
- Zur Playlist mit allen Folgen von "Sprechpause" (Veröffentlichungen bis Jahresende)
- Vollständige PM zum Welttag 2025 (PDF)





