Erklärung auf das Recht zu Stottern

Okt. Am 22. Oktober ist der Welttag des Stotterns. Aus diesem Anlass schließt sich die Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. (BVSS) als deutsche Interessenvertretung stotternder Menschen der „Erklärung auf das Recht zu stottern“ an, die von über 70 internationalen Organisationen Stotternder gemeinsam verfasst und unterzeichnet wurde.

Zu oft fehlt es noch an einer allgemeinen Akzeptanz für das nicht fließende Sprechen. „Lasst uns doch einfach stottern, erwartet nicht automatisch, dass wir unser Sprechen verändern oder anpassen müssen“, fordert daher Anja Herde, Vorsitzende der BVSS im Namen der Selbsthilfeorganisation.

Die 70 unterzeichnenden Organisationen aus 35 Ländern betonen, dass die Behinderung Stottern zur menschlichen Vielfalt beiträgt. Um ein inklusives Leben zu realisieren, wird dazu aufgefordert stotternde Menschen zu respektieren und mit ihnen zusammenzuarbeiten.

In der Gegenwart sind stotternde Menschen häufig Hohn und Spott ausgesetzt und werden durch Vorurteile und Fehleinschätzungen in Ausbildung und Beruf benachteiligt. Missständen wie diesen stellt sich die Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe konsequent entgegen. Anja Herde fasst es mit den Schlussworten der Erklärung zusammen: „Es ist unser Recht, so zu sprechen, wie wir es tun.“

Zeichnung einer Gruppe demonstrierender Menschen mit einem Spruchband, auf dem "Unser Recht auf Stottern" steht, zum Welttag des Stotterns am 22.10.2022

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