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Information und Beratung zum Thema Stottern:

Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe
Tel. 0221 - 139 11 06
info@bvss.de
www.bvss.de

Patricia Sandrieser und Peter Schneider
6. Filme-DVD
Artikel-Nr: ISBN 978-3-921897-43-0

Therapiebeginn im Kleinkindalter? Indirekter Ansatz oder direktes Vorgehen? Die Grundsätze in der Therapie des kindlichen Stotterns sind im Fluss. Mit ihrem Video und einem ausführlichen Begleitbuch machen die Autoren ein richtungsweisendes Konzept in Wort und Bild deutlich. Schritt für Schritt und an Hand konkreter Fälle dokumentieren sie Prinzipien und Verlauf des symptomorientierten Therapieansatzes für Kinder von 2 bis 12 Jahren.

Das Begleitbuch ergänzt den Film durch zusätzliche Informationen zur Diagnostik und zur Behandlung von Risikofaktoren. Film und Buch geben Fachleuten, Studenten und Studentinnen einzigartiges Material für Praxis, Lehre und Fortbildung an die Hand. Auch für Eltern zur Information und therapiebegleitend.



Angaben zum Autor und zur Autorin

Dr. Patricia Sandrieser arbeitet als leitende Logopädin am Katholischen Klinikum Marienhof/St. Josef in Koblenz. Nach der Ausbildung als Dipl. Logopädin war sie in der phoniatrischen Ambulanz in Tübingen und Münster tätig. 2004 promovierte sie mit einer Dissertation über Stottern im Kindesalter.
Zusammen mit Peter Schneider hat sie den Therapieansatz „Direkte Therapie bei Stotternden Kindern“ (KIDS, Mini-KIDS, Schul-KIDS) entwickelt und das Buch „Stottern im Kindesalter” geschrieben
www.kids-stottern.de

Peter Schneider arbeitet als Lehrlogopäde (dbl) an der RWTH Aachen. Nach seinem Studium als Grund- und Hauptschullehrer absolvierte er eine Ausbildung zum Logopäden und bildete sich u.a. u.a. in klientenzentrierter Spieltherapie und Transaktionsanalyse fort. Neben Veröffentlichungen zum Thema Stottern und Elternbeteiligung ist er Autor Bücher „Was ist ein U-u-uhu?“ und „Fröschlein fährt Dreirad“.Zusammen mit Patricia Sandrieser hat er den Therapieansatz „Direkte Therapie bei Stotternden Kindern“ (KIDS, Mini-KIDS, Schul-KIDS) entwickelt und das Buch „Stottern im Kindesalter” geschrieben
www.kids-stottern.de



Aus dem Inhalt:

Einführung
1 Theoretische Grundlagen
1.1 Allgemeine Daten
1.2 Kennzeichen von Stottern
1.3 Kern- und Begleitsymptomatik
1.4 Mechanismen, die Begleitsymptomatik verstärken
1.5 Entstehung von Stottern
1.6 Risikofaktoren
1.7 Indikation für eine Stottertherapie im Kindesalter
1.8 Behandlung von Risikofaktoren
1.9 Umgang mit dem Stottern vermitteln
1.10 Direkte Stottertherapie
1.11 Ziele einer direkten Therapie
1.12 Therapieerfolg
1.13 Einbeziehung der Eltern
1.14 Rahmenbedingungen

2 Mini-KIDS: Direkte Therapie mit Klein- und Vorschulkindern
2.1 Vorgehen bei gleichzeitig bestehenden anderen Störungen
2.2 Information und Vertrag
2.3 Phasen der Therapie
2.4 Desensibilisierung und Modifikation
2.5 Identifikation
2.6 Modifikation
2.7 Generalisierung
2.8 Nachsorge
2.9 Therapieprinzipien
2.9.1 Modell anbieten
2.9.2 Hierarchisch arbeiten, kleinschrittig vorgehen
2.9.3 Nur relevante Dinge üben
2.9.4 Üben im geschützten Raum
2.9.5 Elternteilnahme

3 KIDS: Direkte Therapie mit Schulkindern
3.1 Ergänzende Bausteine
3.2 Hilfe zur Selbsthilfe
3.3 Pseudostottern modellieren
3.4 Enttabuisierung
3.5 Desensibilisierung
3.6 Information und Vertrag
3.7 Phasen der Symptomtherapie
3.8 Identifikation - Sprechen und Stottern erforschen und gleichzeitig desensibilisieren
3.8.1 Erforschen des Sprechens
3.8.2 Erforschen des Stotterns
3.8.3 Analyse von Pseudostottern und echten Symptomen
3.9 Modifikation
3.9.1 Erarbeitung des Pull-Out
3.9.2 Stabilisierung des Pullout
3.9.3 Transfer auf echte Symptome
3.9.4 Hilfen für den Transfer45
3.9.5 Emotionale Schwierigkeiten überwinden
3.10 Generalisierung
3.11 Informationsveranstaltung in der Schule
3.12 Nachsorge



Rezensionen

aus: Forum Logopädie, Juli/August 2003

Ein hervorragend strukturierter Film.
In einer Vielzahl von Praxisbeispielen wird jeder Therapieschritt anschaulich illustriert.
Der Film beleuchtet Aspekte wie Elternarbeit, Aufklärung, kommunikative Stressoren, die Rolle des Therapievertrages und der In-vivo-Arbeit ebenso wie Eigenarbeit, Nachsorge, Rückfallverhütung und mögliche Probleme im therapeutischen Prozess.

Der Film, der sich primär an StottertherapeutInnen in Ausbildung und Tätigkeit richtet, ist aufgrund seines klaren Aufbaus, seiner besonderen Praxisnähe und Umsetzbarkeit uneingeschränkt all jenen zu empfehlen, die transparent mit Kindern am Stottern arbeiten wollen.

Dorothea Beckmann



aus: VBL-Bulletin, Dezember 2003

Alle gezeigten Therapiesequenzen stellen gut strukturierte, sorgfältig aufgebaute und geplante Situationen dar, welche zum Ziel haben, günstige(re) Strategien im Umgang mit Stottersymptomen zu erarbeiten.
Empfehlenswert ist es für all diejenigen Logopädinnen, denen die Kenntnisse, der Mut oder die Ideen bis jetzt gefehlt haben, Stottern direkt anzugehen; dafür dann dieses Video Anregungen und Hilfeleistungen geben.

Marian Hofmann Müller



aus: L.O.G.O.S. Interdisziplinär 4/2003

Der einstündige Film besticht durch seine klare Strukturierung.
Besonders beeindruckend ist, wie spielerisch und unverkrampft hier bereits Klein- und Vorschulkinder an das in diesem Konzept so zentrale Pseudostottern herangeführt werden.
Dem Therapievideo ist wegen seiner hohen Qualität und Praxisrelevanz eine weite Verbreitung unter den sprachtherapeutisch arbeitenden Berufsgruppen zu wünschen.

Dr. Hans W. Hörmann

In den ersten drei Video-Filmen vom Demosthenes-Verlag der Bundesvereinigung Stotterer-Selbsthilfe e.V. ging es um die Arbeit mit stotternden Erwachsenen. Dieses Video zeigt dagegen praktische Beispiele aus der direkt am Symptom ansetzenden Arbeit mit stotternden Kindern. Die einzelnen Filmsequenzen können anhand von Zeitangaben dem Text im Begleitbuch zugeordnet werden.
Film und Begleitbuch sind in drei Teile gegliedert:
Erst erfolgt eine Einführung in die aktuellen theoretischen Grundlagen, auf denen die beiden Autoren ihr Therapiekonzept KIDS (Kinder dürfen stottern) aufbauen. Es finden sich hier kurz gefasste Aussagen über das kindliche Stottern und allgemeine Prinzipien der direkten Behandlung.
Nach grundlegenden Bemerkungen zu den Besonderheiten der therapeutischen Arbeit mit Kindern im Alter von 2 bis 6 Jahren wird im 2. Kapitel das zu den „Nicht-Vermeidungs-Ansätzen“ zählende Konzept Mini-KIDS für die ambulante logopädische Praxis vermittelt.
Im dritten Teil folgt die detaillierte Darstellung der Therapie mit Schulkindern bis ca. 12 Jahren (KIDS). Das Begleitbuch schließt mit einer Literaturliste ab, die auch Hinweise für Eltern und Kinder enthält.
Die filmische Darstellung ist wesentlich ansprechender gelungen als bei den ersten Videos des Verlags. Die einführend gesprochenen Worte werden begleitet durch Aufnahmen von Kindern, die fröhlich mit dem Roller oder dem Fahrrad auf die Betrachter zu kommen. Zwar finden die Therapie-Szenen in spärlich dekorierten Räumen statt, die Autoren als empathische und gut gelaunte Therapeuten bewirken aber schnell die Orientierung auf das Wesentliche, den lockeren und spielerischen Umgang mit dem Stottern, die Auflösung der Tabuisierung und des Vermeidens.
Zu Beginn der Therapie wird ausführlich über den Ablauf informiert und ein Vertrag geschlossen, dem sowohl die Eltern, als auch die älteren Kinder zustimmen müssen. Es wird gezeigt, dass die Therapiestunde für Kinder einen Sinn erhält, wenn Metaphern oder Symbole eingeführt und Eigenaktivitäten gefördert werden. So wird beispielsweise bei der Identifizierung der Symptomatik der „Forscher“ im Kind angesprochen, der das von ihm entdeckte Symptom dann auch mit einem selbst gewählten Namen bezeichnen darf. Die an den Ressourcen der Kinder orientierte Haltung der Therapeuten zeigt sichtbare Wirkung: Sie haben offensichtlich Spaß an der vielerorts eher trockenen Überei, weil sie eigene Ideen einbringen und die Therapeuten verblüffen dürfen.
Die im therapeutischen Konzept differenziert dargestellte Einbeziehung der Familienmitglieder und das Eingehen auf ihre mit dem Stottern verbundenen Emotionen werden in den Filmausschnitten nur angedeutet. Dafür gibt es eine Reihe von Szenen, die das therapeutische Vorgehen in den Behandlungsphasen Identifikation/Desensibilisierung, Modifikation, Generalisierung und Nachsorge für beide Altersgruppen anschaulich machen. Es wird viel Wert darauf gelegt, die therapeutischen Interventionen dem Alter und den individuellen Bedingungen spezifisch anzupassen, also kein Einheitsverfahren anzubieten.
Durch die prägnanten Beispiele und eine gut gegliederte Darstellung im Begleitbuch ist es den Autoren gelungen, ein komplexes und anspruchsvolles Therapieverfahren nachvollziehbar zu vermitteln. Zur Auffrischung und Anregung für erfahrene Praktiker der Stottertherapie und zur Einführung von Schülern und Studenten der entsprechenden Fachrichtungen kann dieses Video eine seit langem bestehende Lücke schließen. Für die Eltern von betroffenen Kindern sollten Gespräche das Dargestellte strukturieren und ergänzen.

Horst M. Oertle, Sprachheilzentrum der AWO, Bad Salzdetfurth



Patricia Sandrieser und Peter Schneider
Direkte Therapie bei stotternden Kindern (DVD)
Symptomorientierte Verfahren für Kinder zwischen 2 und 12 Jahren

DVD Video, ca. 60 Minuten + Begleitbuch, 56 Seiten, Demosthenes Verlag, Köln

Symptomorientierte Verfahren für Kinder zwischen 2 und 12 Jahren<br>
DVD Video, ca. 60 Minuten + Begleitbuch, 56 Seiten, Demosthenes Verlag, Köln

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