Einzeln oder gemeinsam
Stottertherapien werden, unabhängig vom Alter des Patienten, in verschiedenen Formen angeboten. Grundsätzlich sollte überlegt werden, ob man sich lieber einzeln oder in der Gruppe behandeln lassen möchte. Gemeinsam mit Gleichaltrigen fällt insbesondere Kindern und Jugendlichen die Auseinandersetzung mit dem Stottern meist leichter.
Doch auch Erwachsene empfinden das Miteinander als Bereicherung und schätzen die Möglichkeiten die sich in der Gruppe bieten, beispielsweise die, am Lernfortschritt und der persönlichen Entwicklung anderer Stotternder teilhaben zu können. Bei einer ambulanten Einzeltherapie genießen Patienten wiederum die vertrauensvolle Atmosphäre und die intensive Arbeit allein mit dem Therapeuten.
Regelmäßig oder intensiv
Einzel- und Gruppentherapien werden sowohl in wöchentlichen Sitzungen, also ambulant in einer Praxis, als auch in Form von Intensivphasen mit mehreren Sitzungen pro Woche angeboten. Manche Intensivangebote verlaufen zudem in Intervallen, sie beinhalten den Wechsel zwischen Therapie- und Übungsphasen, in denen der Patient die erlernten Techniken auf seinen Alltag überträgt und ihre Anwendung übt. Für Kinder und Jugendliche gibt es zudem spezielle „Sommercamps“ und Ferienkurse, die meist mehrere Wochen dauern. Ebenfalls über einen längeren Zeitraum erstrecken sich stationäre Angebote in Sprachheileinrichtungen. Hier werden mehrmals am Tag Behandlungseinheiten durchgeführt. Darüber hinaus werden Kinder, wenn es sich um eine Intensivtherapie über mehrere Monate handelt, vor Ort unterrichtet, um Lücken im Schulwissen zu vermeiden.




