STOTTERN = Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V.

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Abgeschlossenes Forschungsprojekt „Früherkennung Stottern“

  • Ziel: Entwicklung eines Verfahrens zur sicheren Identifizierung von Stottern im Vorschulalter
  • Laufzeit: 2010 bis 2012
  • Projektförderer: BARMER GEK und Aktion Mensch

Abschluss

Ein zusammenfassender Bericht steht hier zum Download bereit. Die Ergebnisse des Projekts sind veröffentlicht im Projektabschlussbericht "Identifikation von Stottern im Vorschulalter" der unter anderem den Fragebogen für Ärzte enthält. Damit ist ein Screeninginstrument für Stottern verfügbar, das flächendeckend und regulär bei der Vorsorgeuntersuchung U8 im Alter von 46 bis 48 Monaten, ggf. auch bei der U9 (60 bis 64 Monate) und/oder bei Schuleingangsuntersuchungen eingesetzt werden kann.

Zwischenstand 2010/2011

Die Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe hat mit den Forschungsarbeiten die Universitäten Aachen und Frankfurt am Main beauftragt. Im August-Heft unseres Magazins „Der Kieselstein“ berichten Katrin Neumann und Peter Schneider über den aktuellen Stand. Der vollständige Artikel zum Nachlesen steht hier bereit.

Hintergründe

Seit 30 Jahren versucht die Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. (BVSS) durch umfangreiche Informations- und Beratungstätigkeit und zahlreiche Präventionsprojekte der Entstehung des Stotterns und dessen Chronifizierung entgegenzuwirken. Die vergangenen Jahre zeigen jedoch, dass die präventive Arbeit nachhaltig dadurch behindert wird, dass bis heute keine verlässlichen Verfahren zur Früherkennung von Stottern zur Verfügung stehen.

Besonders bedauern wir als Selbsthilfeorganisation, dass wir hilfesuchenden Eltern oder Familienmitgliedern aber auch ErzieherInnen und LehrerInnen keine Auskunft darüber geben können, wie sie mit ausreichender Sicherheit mögliches Stottern selbst rechtzeitig erkennen können. Ziel des Projektes ist es deshalb, ein Verfahren zu entwickeln, mit dem Stottern im Vorschulalter sicher identifiziert werden kann.

 Identifikation von Stottern 

Verfahren zur Identifikation von Stottern

Das zu entwickelnde Verfahren soll zum einen das soziale Umfeld (Eltern, ErzieherInnen usw.) selbst in die Lage versetzen, stotternde Kinder mit ausreichender Sicherheit frühzeitig zu erkennen, um sekundäre Präventivmaßnahmen einleiten zu können. Zum anderen soll es dazu geeignet sein, in den pädiatrischen Vorsorgeuntersuchungen, Sprachstandserhebungen und Schuleingangsuntersuchungen als wissenschaftlich evaluiertes Verfahren eine breite und systematische Anwendung zu finden.

Dabei soll das zu entwickelnde Verfahren an internationale Standards angelehnt sein. Es besteht aus einem Beobachtungsverfahren, das um ein Diagnoseverfahren für den Pädiater ergänzt wird. Bestandteil des Beobachtungsverfahrens sind Fragebögen für Kinder, Eltern und Erzieherinnen, die unabhängig voneinander oder in zu definierender Kombination dem sozialen Umfeld eine ausreichende Sicherheit für das Erkennen von möglichem Stottern liefern.

Das Diagnoseverfahren beinhaltet ein Verfahren zur Analyse der spontanen Sprache, welches für die jeweilige Untersuchungssituation (Gesundheitsamt, Kinderarztpraxis) angepasst ist. Dessen Ergebnis soll in den pädiatrischen Vorsorgeuntersuchungen und Schuleingangsuntersuchungen mit den Ergebnissen aus den Beobachtungsverfahren zusammenfließen, um somit an vom System vorgegebenen Zeitpunkten mit ausreichender Sicherheit stotternde Kinder zu identifizieren.

Derzeitige Situation der Früherkennung

Als in der Fachschaft anerkannt gilt, dass 5% aller Kinder eines Altersjahrgangs beginnen zu stottern. Im Gegensatz dazu stehen die von der BVSS in den Ländern abgefragten Prävalenzdaten aus jüngsten Schuleingangsuntersuchungen, beispielsweise in Baden-Württemberg und im Saarland. In den dortigen Untersuchungen fielen lediglich 0,3 bis 0,4% (BW) bzw. 0,1% (Saarland) stotternde Vorschüler auf.

Als Betroffenenorganisation sehen wir hier auch einen Zusammenhang mit der Tatsache, dass in den pädiatrischen Vorsorgeuntersuchungen (U8/U9) Stottern lediglich als zu erfragender Befund berücksichtigt wird, d.h. es findet keine pädiatrische Identifizierung statt, die Eltern werden nur gefragt, ob das Kind stottert oder nicht.


 Identifikation von Stottern 

 Bedeutung Früherkennung 

Bedeutung der Früherkennung

Von den rund 4.000 Ratsuchenden, die sich jährlich an die BVSS wenden, haben zahlreiche Fragen zur sicheren Erkennung von Stottern. Hilfesuchende sind dabei meist Familienangehörige und ErzieherInnen, aber auch Lehrkräfte. Da Stottern in der breiten Zeitspanne zwischen 2 und 5 Jahren auftreten kann, kommt der Beobachtung des sozialen Umfeldes bei der Effektivität der Erkennung von Stottern eine besondere Bedeutung zu. Erst mit einer sicheren Früherkennung des sozialen Umfeldes ist sekundäre Prävention erst möglich.

Die Wissenschaft unterscheidet zwischen disponierenden und aufrechterhaltenden Bedingungen, um Faktoren und ihre Auswirkungen im Einzelfall einordnen und gegebenenfalls bewerten zu können:

  • Genetische Disposition
  • Auslösende Bedingungen
  • Stabilisierende, chronifizierende Bedingungen

Je früher Stottern erkannt wird, umso früher können chronifizierende und das Stottern stabilisierenden Bedingungen im sozialen Umfeld (Elternhaus, Kindergarten, Schule) vermieden werden (sekundäre Prävention). Ebenso kann bei einem frühen Erkennen entsprechend frühzeitig ein Therapiebedarf geprüft werden. Ein bedeutender Punkt, denn bei frühen direkten Therapien des Stotterns wurden Remissionsraten von über 90 % nachgewiesen.


 Bedeutung Früherkennung 

 

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