Nicht einschränken lassen
Nicht das Stottern, sondern deine persönlichen Interessen, Fähigkeiten und Zukunftswünsche sollten im Mittelpunkt stehen, wenn es um die Berufswahl oder die Entscheidung für einen Studiengang geht. Lass dir nicht einreden, dass du nur in einem Beruf klar kommst, bei dem du nicht sprechen musst. Solche Arbeitsplätze gibt es ohnehin nicht, denn in jedem Job musst du reden, ob am Telefon oder im persönlichen Kontakt. In jeder Branche findet man stotternde Menschen, sie können Karriere machen und in der Öffentlichkeit stehen – zum Beispiel Schauspieler wie Bruce Willis und Emily Blunt, Fußballer wie Hamit Altintop und Politiker wie Malte Spitz aus Berlin oder der frühere britische Premierminister Winston Churchill.
Offenheit ist auch Selbsthilfe
„Lieber stottern als schweigen“, dieses Motto gilt für Ausbildung und Studium ebenso, wie zuvor in der Schule. Die Strategie, durch Vermeiden und Verstecken schon irgendwie durchzukommen, ist nicht nur sehr belastend für dich, sie kann auch nach hinten losgehen. Wie sollen dich Prüfer oder Ausbilder fair benoten, wenn sie nichts vom Stottern wissen? Ein totaler Block bei der mündlichen Prüfung lässt sie wohl eher vermuten, dass du nichts weißt, als dass du es nur nicht flüssig aussprechen kannst. Es hilft, wenn du von Anfang an offen über dein Stottern sprichst, die Professoren und Ausbilder mit Infos versorgst und mit ihnen Absprachen für deine mündlichen Leistungen triffst.
Informationen und Material über Stottern, das du auch Lehrern und Mitschülern geben kannst, wenn du möchtest, schicken wir dir gerne zu.
Dein gutes Recht
Stottern ist ein Handicap, eine anerkannte Sprechbehinderung. Das Recht auf einen angemessenen Nachteilsausgleich gilt auch für stotternde Auszubildende und Studierende. Auf der Seite „Nachteilsausgleich“ erfährst du mehr darüber.




